
Der Quantum Signalroboter MORAI
21. August 2025
Mit offenen Karten
Aktuelles Update zu unserer Auseinandersetzung mit der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) und dem Verfahren vor dem österreichischen Bundesverwaltungsgerichtshof (BVwG).
Ich möchte euch heute ein persönliches, positives, aber fachlich klares Update geben, wo wir stehen, warum wir diesen Weg gehen und was unser Ziel dabei ist. Nicht als Aufregung, sondern als strukturierte Auseinandersetzung an der Schnittstelle von neuer Technologie und bestehenden Kategorien.
Im Kern geht es darum, dass die FMA unser Produkt Quantum Pro als lizenzpflichtig einstuft, wir aber aufgrund der tatsächlichen technischen Funktionsweise zu einer anderen Schlussfolgerung kommen. Genau diese Differenz wird jetzt vor dem Bundesverwaltungsgericht aufgearbeitet.
Wie alles begann und warum das wichtig ist
Schon 2021, als wir unsere Entwicklung finalisiert haben, wollten wir mögliche regulatorische Themen frühzeitig klären und haben Kontakt zur FMA gesucht. Damals kam keine inhaltliche Rückmeldung. 2022 blieben weitere Versuche ebenfalls ohne Ergebnis. Wir haben uns trotzdem entschieden, zu starten. Nicht, weil wir Regeln umgehen wollen, sondern weil Innovation nicht jahrelang in einer Warteschleife hängen kann, wenn neue Technologien in keine saubere Gesprächsschiene finden.
Als Anfang 2025 das neue EU-Krypto-Regelwerk in Kraft trat, dauerte es nicht lange, bis die FMA aufgrund einer Anzeige aktiv wurde. Damit begann nun genau die Phase, auf die wir uns vorbereitet haben: eine fachliche Klärung darüber, wie unsere Technologie tatsächlich funktioniert und wie sie korrekt einzuordnen ist.
Unsere Intention
Unsere Intention ist nicht Konfrontation. Unsere Intention ist Klarheit.
Wir wollen, dass moderne technische Systeme nicht nach ihrem Klang beurteilt werden, sondern nach ihrer realen Funktionsweise. Und wir wollen, dass die zuständigen Stellen ein belastbares Verständnis dafür bekommen, wo die Grenze zwischen technischer Signalgebung, Automatisierung und echter Verwaltung oder persönlicher Betreuung tatsächlich liegt.
Das ist nicht nur ein Detail. Das ist entscheidend für die Zukunft: Wenn diese Unterscheidung nicht sauber verstanden wird, entsteht ein Klima, in dem Innovation entweder ausweicht oder erstickt. Wenn sie verstanden wird, profitieren alle: Kundinnen und Kunden, Behörden, der Markt und letztlich die gesamte Standortqualität.
Warum wir diesen Weg als Einzelunternehmen gehen
Ein zentraler strategischer Punkt ist, wie wir dieses Verfahren führen.
Wir haben eine GmbH in Reserve und könnten jederzeit in diese Rechtsform wechseln, auch ins Ausland. Wir bleiben aber bewusst für die Dauer der Auseinandersetzung ein Einzelunternehmen. Der Grund ist einfach und konsequent: Wir wollen uns in diesem Verfahren ohne verpflichtenden Rechtsbeistand verteidigen können, weil wir dadurch zwei Dinge gleichzeitig erreichen.
Erstens behalten wir maximale operative Beweglichkeit und können fachlich und inhaltlich direkt arbeiten, ohne dass jeder Schritt durch klassische Strukturen gebremst wird.
Zweitens und noch wichtiger: Wir können unsere KI VARIN in genau jenem Umfeld testen, für das sie entwickelt wurde. Denn sobald wir in eine Rechtsform wechseln, in der anwaltliche Vertretung faktisch zur Pflicht wird, würde der entscheidende Praxistest entfallen: die eigenständige, strukturierte Verteidigung mithilfe einer KI.
Diese Entscheidung ist nicht gegen Anwälte gerichtet und auch kein Sparprogramm. Es ist eine bewusste Strategie: Wir wollen nicht nur das Ergebnis eines Verfahrens, wir wollen die Fähigkeit aufbauen, solche Situationen künftig technologisch zu bewältigen.
VARIN und der Stufenplan
VARIN ist für uns kein Nebenprojekt, sondern ein strategischer Baustein. VARIN automatisiert nicht nur Abläufe, sondern strukturiert Inhalte, priorisiert Themen, plant Phasen und sorgt dafür, dass technische Argumentation nachvollziehbar bleibt.
Unser Ziel ist, dass VARIN ab 2027 schrittweise wesentliche Aufgaben der Geschäftsführung übernehmen kann. Wenn man so ein Ziel ernst meint, dann muss VARIN nicht in Laborbedingungen funktionieren, sondern dort, wo es wirklich zählt: in komplexen, realen, belastenden Situationen mit hoher fachlicher und organisatorischer Anforderung.
Dazu hat VARIN einen mehrschichtigen Stufenplan entwickelt, der am 22.12.2025 begonnen hat. Jede Phase dauert vier Wochen. Jede Phase bringt einen klaren Schwerpunkt, eine Stellungnahme dazu und gezielte Fragen, die dazu dienen, Unklarheiten systematisch aufzulösen. Danach beginnt die nächste Phase.
Dieser Aufbau ist bewusst gewählt, weil technische Sachverhalte nicht in einem einzigen Schreiben sauber erklärt werden können. Es braucht Wiederholbarkeit, Struktur und eine klare Dramaturgie der Aufklärung, damit die Realität des Systems Schritt für Schritt korrekt verstanden wird.
Was am Ende stehen soll und warum das bedeutend ist
Unser Ziel ist zweigleisig, aber im Kern ein gemeinsamer Punkt: Zukunftsfähigkeit.
Wir wollen eine regulatorische Lösung, die für uns tragfähig ist und unser Modell korrekt einordnet. Und wir wollen beweisen, dass VARIN nicht nur Texte generieren kann, sondern reale Unternehmensführung und Krisenfestigkeit unter Beweis stellt.
Am Ende dieses Weges steht entweder ein lizenzfrei und klar eingeordnetes Unternehmen oder ein sauber reguliertes Unternehmen, das technisch präzise abgegrenzt ist. In beiden Fällen entsteht etwas Starkes: ein Unternehmen mit Substanz, mit spannender Technologie, ohne Schulden, ohne Investorenabhängigkeit und mit einer langfristigen Vision, die auf Stabilität und echte Automatisierung setzt. Unsere Zukunft ist hellleuchtend.
An euch
Wir möchten allen Kundinnen und Kunden, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Partnerinnen und Partnern eines zusichern: Wir sind vorbereitet, wir bleiben transparent und wir führen diese Auseinandersetzung fair, zielstrebig, kühn und sehr entschlossen.
Wir halten euch auf dem Laufenden. Danke für euer Vertrauen.
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung:
e.wimmer@quant-da.com
















